Online-Ticket-Gebühren anscheinend nicht zulässig

    • Online-Ticket-Gebühren anscheinend nicht zulässig

      Eine pauschale Servicegebühr von 2,50 Euro für die Übermittlung einer elektronischen Eintrittskarte zum Selbstausdrucken ist unzulässig. Über die Entscheidung des Oberlandesgericht Bremen (Urteil vom 15.06.2017 - Aktenzeichen 5 U 16/16) berichtet die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Eventim könne für den Dienst Ticketdirect oder die print@home-Option ein gesondertes Entgelt nur verlangen, wenn auch tatsächlich Kosten wie für Porto beim postalischen Versand entstehen.

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      Auch Eventims "Premiumversand inklusive Bearbeitungsgebühr", der 29,90 Euro kostet, wurde durch das Gericht beendet. Kunden konnten beim Vorverkauf für die AC/DC-Welttournee 2015 ausschließlich den Premiumversand wählen. Die Tickets kamen jedoch mit ungesicherter Briefpost. Hierbei handelt es sich laut Gericht um eine Leistung, die von der Beklagten überwiegend im eigenen Interesse vorgenommen wurde.

      Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. In der Sache könnte vom Bundesgerichtshof in letzter Instanz entschieden werden. Das Oberlandesgericht hat die Revision zugelassen. Nach Ansicht der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen müsste Eventim eingenommene Entgelte für Ticketdirect und den Premiumversand an die Kunden zurückzahlen, wenn die Ansprüche noch nicht verjährt sind.

      golem.de/news/eventim-ticketdi…ulaessig-1706-128507.html
      Bye Bye, Berliner Platz (nach My Way, Frank Sinatra): i.imgur.com/yw7PB2M.png