8. Vorbereitungsspiel: ECDC Memmingen vs ESV Kaufbeuren

    • Die Kinder wegen solchen Ereignissen nicht mehr ins Stadion zu nehmen ist absoluter Blödsinn. Dann kann man mit denen z. B. auch auf kein Volksfest mehr mitnehmen. Aber das bleibt natürlich jeden selbst überlassen. Ich weiß nicht was gestern genau vorgefallen ist, aber meiner Meinung gehören zu einem Konflikt immer 2 Seiten. Hier werden die Fehler immer nur bei unseren Fans gesucht. Wer natürlich eine Straftat begeht, hat in einem Stadion nichts zusuchen. Man sollte dabei aber wissen von wem die Situation ausgeht.
    • Ich vermute eher, dass es darum geht, dass Kinder diverse Verhaltensweisen nicht mit ansehen/hören müssen. Von manchen kommen ja grundsätzlich immer Sprüche über die "Hurensöhne", die Gegner und deren Fans anscheinend immer sein müssen und natürlich fehlen auch Rufe mit "schwul" als Beleidigung nicht. Und die tollen "Tod und Hass"-Gesänge. Alleine dafür würde ich die Leute rauswerfen. Geistiger Rotz, mehr ist das nicht. Aber hey, die manchen ja sonst Stimmung, da darf man doch keine normalen, sozialen Verhaltensweisen erwarten.

      Mir ist es dabei ganz egal, wer anfängt und auch, ob das unsere "Fans" oder die "Fans" der anderen sind.
    • Naja aber sollte eben nicht egal sein wer anfängt. Ich habe auch schon in Eisstadien gesehen,dass Leute ohne Grund ins Gesicht geschlagen wurden und dann darf man sich ja wohl wehren. Natürlich kann man bei einer Beleidigung zum Beispiel einfach klüger sein und das ganze ignorieren. Das wegen Gesängen Gemach Stadionverbot bekommen sollte ist völliger Quatsch, denn genau bei solchen Gesängen singen doch komischer Weise die meisten mit. Dann müssten ja Minimum 500 Leute raus.
    • Wir bewegen uns mit großen Schritten auf die Zustände im Fußball zu. Und mit "wir" meine ich das Eishockey insgesamt. Das braucht niemand, man darf aber auch nicht warten, bis es soweit ist, sondern muss vorher dagegen angehen. Es geht mit solchen übertriebenen Gesängen los, die ja inzwischen schon anlasslos angestimmt werden. Was heute für einige "Fans" normal ist, das ist ein Verhalten, das wir alten Zuschauer früher nur den größten besoffenen Arschlöchern jemals zugetraut hätten. Vielleicht bin ich deswegen auch so allergisch auf solche Dinge. Die jüngeren kennen das vielleicht schon gar nicht mehr viel anders...
    • Jadawin schrieb:

      Ich vermute eher, dass es darum geht, dass Kinder diverse Verhaltensweisen nicht mit ansehen/hören müssen. Von manchen kommen ja grundsätzlich immer Sprüche über die "Hurensöhne", die Gegner und deren Fans anscheinend immer sein müssen und natürlich fehlen auch Rufe mit "schwul" als Beleidigung nicht.
      Wenn man weiß was für harte Pornos noch relativ junge Kinder in der Schule auf dem Klo anschauen, kann man vielleicht ein "Hurensöhne" und "schwul" im Stadion gelassener hinnehmen.
    • Man sollte die Kirche mal im Dorf lassen. Schmähgesänge gibt es in fast jedem deutschen Eishockeystadion. Ich war schon in vielen Stadien in Deutschland und da ist das überall gang und gäbe und ab und zu gehört es doch einfach dazu. Wenn es danach gehen würde dürften sich die Spieler auch gar nicht mehr fighten, was würde das den für einen Eindruck auf die Kinder machen. Also man kann alles übertreiben.
    • Jadawin, ich fürchte, dass du damit richtig liegen könntest. Die Fußballfans machen es vor und da der Mensch zur Nachahmung neigt, könnte die Entwicklung zeitverzögert auch auf das Eishockey übergreifen, zumal das Machogehabe den Eindruck von Stärke vermittelt und manchen Menschen imponiert. Noch aber sind wir schon ein Stück weit von Fußballverhältnissen entfernt - ein Zustand, den es zwingend zu bewahren gilt.

      Ich habe mich in Memmingen noch länger mit den Ordnern, die die Abtrennung auf Höhe der Mittellinie aufgebaut haben, unterhalten. Bezüglich der Entstehung der Auseinandersetzung gab es da keine einseitigen Schuldzuweisungen. Wörtlich hieß es, dass die beiden Seiten aneinander geraten seien. Das sei festgehalten, macht die Sache aber nicht viel besser.

      Was mich neben Aggressivität auch sehr stört, sind Heranlassung und Arroganz niederklassigen Vereinen gegenüber. Das ist schlicht unsympathisch und wirft ein falsches Licht auf das Kaufbeurer Eishockey.
    • Mika schrieb:

      Jadawin schrieb:

      Ich vermute eher, dass es darum geht, dass Kinder diverse Verhaltensweisen nicht mit ansehen/hören müssen. Von manchen kommen ja grundsätzlich immer Sprüche über die "Hurensöhne", die Gegner und deren Fans anscheinend immer sein müssen und natürlich fehlen auch Rufe mit "schwul" als Beleidigung nicht.
      Wenn man weiß was für harte Pornos noch relativ junge Kinder in der Schule auf dem Klo anschauen, kann man vielleicht ein "Hurensöhne" und "schwul" im Stadion gelassener hinnehmen.
      Besser als die Kinder nicht mitzunehmen ist es mit ihnen über sowas zu sprechen - ist natürlich mehr Aufwand.. aber auch jedem selbst überlassen!
      Allgemein muss ich sagen, dass schon seit Jahren der Konflikt zwischen Memminger und Kaufbeurer Problemfans schon länger schwelt (zumindest laut MMern schon 2015..)
      Ich verstehs nicht!
    • völlig richtig... Kindererziehung ist und bleibt jedem selbst überlassen... dass über die Geschehnisse im Stadion geredet wird, ist wohl selbstverständlich!!!
      Wer, wann, wohin seine kids mitnimmt bleibt auch eine individuelle Entscheidung....
      Als Blödsinn abzustempeln finde ich auch schon sehr "geistreich" und scheint mir eher ein kinderloser Forum-Teilnehmer zu sein...

      Und ich mag es nochmals betonen:
      Ich bin mit dieser und meiner Meinung (die Jad nochmals genauer erklärt hat) sicher!!! nicht der Einzige!!!
      Darf gerne mal als Denkanstoss genommen werden!!!

      Vlt wäre mal eine AG Fan-Gesänge was und man könnte einige der Ausdrücke reduzieren...

      Der Hr. Vogl hat sich ja diesbzüglich auf twitter auch sehr schön und ehrlich geäussert!! Das hat Respekt verdient!!!

      So!!! Jetzt freue ich mich auf eine tolle Saison und kann bald auch wieder mit der ganzen Familie ins Stadion!!!
      In einer "gepflegten, familiengerechten und trotzdem EishockeyGERECHTEN" Artikulationsweise!!!
    • @vegas91
      Das Wichtigste wird aber gerne vergessen, nämlich dass sich die meisten Spieler die gefightet haben nach dem Spiel wieder die Hand geben und sich vertragen. Das ist für mich die wichtigste Message! Kampf während des Spiels, Freundschaft danach!
      Das beste Beispiel war vor ein paar Jahren in einem DNL Spiel in KF (ich glaube gegen Augsburg) zu sehen. Die beiden Spieler kloppten sich kurz vor Ende des Spiels fast eine halbe Minute lang, dann gingen die Linesmen dazwischen und auf dem Weg zur Strafbank klopften sich die beiden Spieler gegenseitig anerkennend auf die Schulter. Das gab mehr Applaus als beim Kampf selber.

      Die Racheaktionen von Fangruppen werden dagegen von Spiel zu Spiel zu Spiel weitergetragen! Da hat keiner den eigentlichen Sinn von Kampf und Rivalität verstanden, wenn sie überhaupt was verstehen.
      "It’s the tragedy of our times that lunatics must lead the blind."
      (King Lear, William Shakespeare)
    • exilkaufbeurer schrieb:

      Mika schrieb:

      Wenn man weiß was für harte Pornos noch relativ junge Kinder in der Schule auf dem Klo anschauen, kann man vielleicht ein "Hurensöhne" und "schwul" im Stadion gelassener hinnehmen.
      Wieso das denn?
      Ich seh da halt ne ziemliche Diskrepanz. Auf der einen Seite versuchen Eltern ihre Kinder vor Worten zu schützen. Diese Worte könnte man vielfach in einem verständnisvollen Gespräch entschärfen. Auf der anderen Seite werden Kinder von Bildern attackiert, die sie nicht mehr los werden, und die Eltern wissen oft noch nicht mal was davon, was ihre Kinder erleben.

      Ich will auch nicht, daß ich mich für meinen Verein schämen muß, weil ein paar hirnlose Typen nicht wissen, was man noch machen kann und was nicht mehr. Aber trotzdem bin ich der Meinung, daß im Stadion etwas andere Gesetze gelten als draußen, und daß man dafür auch Verständnis haben kann. Ein "hängt sie auf die schwarze Sau" ist einfach de facto kein Mordaufruf und selbst Leute wie ich, die sich im Stadion leicht mal aufregen, sind im Normalfall vor dem Stadion wieder in der Lage sich respektvoll anderen gegenüber zu benehmen.

      Deshalb meinte ich, daß ein bißchen Gelassenheit auch nicht schaden kann, wenn man gleichzeitig versucht, die wirklich schlimmen Dinge zu unterbinden.
    • vegas91 schrieb:

      Man sollte die Kirche mal im Dorf lassen. Schmähgesänge gibt es in fast jedem deutschen Eishockeystadion. Ich war schon in vielen Stadien in Deutschland und da ist das überall gang und gäbe und ab und zu gehört es doch einfach dazu. Wenn es danach gehen würde dürften sich die Spieler auch gar nicht mehr fighten, was würde das den für einen Eindruck auf die Kinder machen. Also man kann alles übertreiben.
      Und wenn in jedem deutschen Stadion... dann machen wir natürlich such fröhlich mit, verstehe.... (Leicht editiert, Jadawin.)
    • niklas schrieb:

      Nur das ein paar von diesen geistigen Tieffliegern gar nicht das "hira" dafür haben zu unterscheiden zwischen Stadion und realem Leben....könnte wetten, das dieser Gassenjargon auch ihr Leben ausserhalb des Stadions bestimmt... bei mir schält doch auch nicht das Hirn aus sobald ich in einem Stadion bin....
      Ich glaub eher, außerhalb des Stadions und ihrer Gruppe handelt es sich bei den Krawallmachern meistens um graue Mäuse.
      Deshalb brauchen sie um Aufmerksamkeit zu bekommen eine Gruppe und Bühne.
      In Kaufbeuren bietet Eishockey diese Bühne, aber ich denke dies ist nebensächlich und wenn es hier einen hochklassigen Fußballverein gäbe würden diese Typen wohl dessen Logo mißbrauchen.
    • Mika schrieb:

      exilkaufbeurer schrieb:

      Mika schrieb:

      Wenn man weiß was für harte Pornos noch relativ junge Kinder in der Schule auf dem Klo anschauen, kann man vielleicht ein "Hurensöhne" und "schwul" im Stadion gelassener hinnehmen.
      Wieso das denn?
      Ich seh da halt ne ziemliche Diskrepanz. Auf der einen Seite versuchen Eltern ihre Kinder vor Worten zu schützen. Diese Worte könnte man vielfach in einem verständnisvollen Gespräch entschärfen. Auf der anderen Seite werden Kinder von Bildern attackiert, die sie nicht mehr los werden, und die Eltern wissen oft noch nicht mal was davon, was ihre Kinder erleben.
      Ich will auch nicht, daß ich mich für meinen Verein schämen muß, weil ein paar hirnlose Typen nicht wissen, was man noch machen kann und was nicht mehr. Aber trotzdem bin ich der Meinung, daß im Stadion etwas andere Gesetze gelten als draußen, und daß man dafür auch Verständnis haben kann. Ein "hängt sie auf die schwarze Sau" ist einfach de facto kein Mordaufruf und selbst Leute wie ich, die sich im Stadion leicht mal aufregen, sind im Normalfall vor dem Stadion wieder in der Lage sich respektvoll anderen gegenüber zu benehmen.

      Deshalb meinte ich, daß ein bißchen Gelassenheit auch nicht schaden kann, wenn man gleichzeitig versucht, die wirklich schlimmen Dinge zu unterbinden.
      Gut, und ich sehe da keine Diskrepanz, weil mir nicht einleuchtet, was die beiden Dinge miteinander zu tun haben und was es bringen soll, verbale Unsitten gegen mediale Schockerlebnisse aufzuwiegen. Natürlich kann man wollen, dass Kinder mit beidem nicht konfrontiert werden, und muss derlei Gegröle nicht grundsätzlich akzeptieren, sondern kann es schlecht finden und auch verurteilen. Mir ist auch klar, dass ich meine Kinder nicht von allem fernhalten kann und es meine Aufgabe ist, mit ihnen zu reden, wenn sie so was hören. Aber auch dann werde ich ihnen sagen, dass es idiotisch ist, jemanden »schwul« oder »Hurensohn« zu nennen, und nicht nur die Schultern zucken und behaupten, im Stadion dürfe man das, weil da etwas andere Gesetze gelten.

      Übrigens kein neues Phänomen in Kaufbeuren, was die Sache aber nicht besser macht. Hinter der Kaufbeurer Strafbank stand jahre- oder sogar jahrzehntelang ein keineswegs junger Choleriker, der Woche für Woche Gegner und Schiedsrichter als »Schwule«, »Hurensöhne« und »Kanacken« brüllend beschimpft hat. Ich kenn Leute, die davon so angeekelt waren, dass sie sich zumindest zweimal überlegt haben, ob sie wiederkommen. Und leider bin ich mir nicht so ganz sicher, ob’s in Kaufbeuren nicht doch ein bisschen derber zugeht als an anderen Standorten.
    • Es ist und bleibt eine Gratwanderung. Natürlich! Wir können natürlich alle Leute, die Bäh-Worte rufen, ausgrenzen, entweder indem wir ihnen klarmachen, daß wir sie nicht im Stadion haben wollen, solange, bis sie wegbleiben, oder indem wir sie umerziehen, was meines Erachtens nicht funktionieren wird. Die Menschen sind wie sie sind, und auch die Kaufbeurer Fans sind Menschen und nicht die Schöngeister, die sich vielleicht mancher wünschen würde.

      Wenn wir ein klares Signal setzen, daß wir solche Leute nicht wollen, müssen wir eben auch damit klarkommen, daß dann dem Verein Einnahmen fehlen, und was noch schlimmer ist, daß uns dann die Gegenseite (beim BE) auf Jahre hinweg vorhält, daß ja doch ein noch kleineres Stadion genügt hätte.

      Um nicht mißverstanden zu werden: ich brauche auch keine Pöbler um mich rum im Stadion, ich will auch nicht mit Bier überschüttet werden, etc. Man muß nicht alles tolerieren. Aber es hat auch keinen Sinn alle Leute umerziehen zu wollen. Einen Teil muß man rausschmeißen und einen Teil kann man einfach auch leben lassen.

      Und zu den Vergleichen mit anderen Stadien und früheren Zeiten: Ich geh jetzt lang genug ins Eishockey und war schon in genug anderen Stadion. Früher war nicht alles besser, derbe Sprüche gab's da genauso! Und daß jetzt ausgerechnet in Kaufbeuren besonders viele ungehobelte und schlechte Menschen sein sollen, deckt sich auch nicht mit meinen Erfahrungen.

      Aber wir sind jetzt weit vom Thema abgekommen, sorry.