Woran krankt das deutsche Eishockey

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    • Die Ausweitung der DNL zu dieser Saison war gewiss ein richtiger Schritt.

      Ein weiterer wäre eine Ausländerbeschränkung in der DEL auf 6 Lizenzen. Das wird aber so schnell nicht passieren...

      Knackpunkt ist für mich die konsequente Förderung von Talenten in der höchsten Liga von Beginn an, und nicht das jahrelange Parken der Leute in Liga 2 bis 4.

      In den Top-Eishockey-Nationen spielen 18jährige zum Teil in der 1. oder 2. Reihe in der höchsten Spielklasse, das gibt´s in der DEL nicht!
    • Aber du kannst doch nicht von einem Club verlangen dass er Leute in die erste Reihe stellt die Leistungsmäßig nicht mal was in der Liga zu suchen haben und deshalb nur auf der Bank sitzen o. unterklassig geparkt werden. Was soll das bringen? Wir brauchen bessere Qualität im Nachwuchs und nicht den krampfhaften Versuch, Spieler in der ersten Liga zu etablieren die es halt nicht drauf haben. Aus einem Nachwuchsspieler der 2. Klassig ist wirds schwierig einen erstklassigen Senior zu machen. Ich glaub nicht dass du aus einem Detsch einen Truntschka o. Hegen machen kannst, nur weil du seinen Club zwingst ihn spielen zu lassen.
    • Ich möchte nur mal eines einwerfen: Schon jetzt gehen einige DEL-Clubs nur ungern bis kaum das Risiko ein, junge Talente Verantwortung übernehmen zu lassen - der Grund sei mal dahingestellt. Aber was meint ihr, wird passieren, wenn auf einmal dort wieder das Risiko da ist, absteigen zu können? Meiner Ansicht nach sitzen junge Spieler dann noch mehr auf der Bank.
      Hier könnte meine Signatur stehen.
    • Eine angemessene Beschränkung der Kontingentstellen und eine Deckelung der Gesamtausgaben für Spielergehälter ("Salary Cap") könnten helfen. Dann aber dürfte man Angst vor einer zu großen "Macht" der Spieler mit deutschem Pass haben. Das hätte eigentlich zur logischen Folge, dass man starke Nachwuchsarbeit betreibt, um auch da für genügend Konkurrenz zu sorgen, wobei ich eher befürchte, dass dann schlicht und einfach die Talentschmieden, also auch der ESVK, noch viel stärker geplündert würden. Konsequenz wäre, dass man diese schützen müsste, etwa durch Ablösesummen. Da aber dürften sich die Aufkäufer der Großklubs wiederum dagegen stellen. Und das europäische Recht ("Bosman") ein Stück weit auch. Die Lage ist verzwickt und irgendwie dreht sich alles im Kreis.
    • Jadawin schrieb:

      Ich möchte nur mal eines einwerfen: Schon jetzt gehen einige DEL-Clubs nur ungern bis kaum das Risiko ein, junge Talente Verantwortung übernehmen zu lassen - der Grund sei mal dahingestellt. Aber was meint ihr, wird passieren, wenn auf einmal dort wieder das Risiko da ist, absteigen zu können? Meiner Ansicht nach sitzen junge Spieler dann noch mehr auf der Bank.
      Ja, das kann natürlich passieren. Wie Martinec sagt, die Lage ist verzwickt. Ein Patentrezept gibts glaub ich nicht. Der ein o. andere Haken ist überall dabei.
    • Der einzig richtige Weg ist die Beschränkung der Ausländer auf 4... dann müssen deutsche Spieler auf jeden Fall in den ersten Reihen spielen in specialteams etc. und nur so können sich die deutschen Spieler auch weiter entwickeln... komischerweise kann man die Ausländer in allen Ligen ständig senken, in der DEL geht das aber nur schleppend ? ... klar würde kurzfristig die Qualität in der DEL sinken, aber die Nationalmannschaft würde es uns danken..
    • Es gibt ja ein paar Gedanken, die immer wieder rumschwirren. Beispielsweise, dass ein Team auf dem Spielberichtsbogen eine recht hohe Anzahl X von theoretisch für die deutsche Nationalmannschaft berechtigten Spielern haben muss. Das würde gleich mehrere Probleme angreifen, wobei nicht sicher ist, ob es in der Praxis hilft. Es würde aber zumindest theoretisch die Wahrscheinlichkeit erhöhen, einen "Original"-deutschen Spieler vor einem nur für Eishockey eingedeutschten zu bevorzugen. Für das Nationalteam sicher kein Schaden, für junge deutsche Spieler wohl auch nicht. Das wäre ein Gegenstück zur Ausländer-Reduzierung.
      Hier könnte meine Signatur stehen.
    • Wenn man natürlich liest, dass z.B. ein Alex Thiel bei Augsburg so gut wie nie zum EInsatz kommt, beginnt man sich schon zu fragen, was das dann eigentlich werden soll und wo der Weg für so einen jungen Spieler hinführt. Ist es denn nicht auch die Aufgabe von den sog. Beratern diesen Zustand zu ändern und ihn dort unterzubringen, wo er regelmäßig zum Einsatz kommt??
    • Ladislav Lubina schrieb:

      Wenn man natürlich liest, dass z.B. ein Alex Thiel bei Augsburg so gut wie nie zum EInsatz kommt, beginnt man sich schon zu fragen, was das dann eigentlich werden soll und wo der Weg für so einen jungen Spieler hinführt. Ist es denn nicht auch die Aufgabe von den sog. Beratern diesen Zustand zu ändern und ihn dort unterzubringen, wo er regelmäßig zum Einsatz kommt??

      z.B. beim ESVK ;)
    • Alle Argument die hier Aufgeführt wurden tragen sicherlich dazu bei, dass das deutsche Eishockey am Boden liegt.
      Ich sehe allerdings das Hauptproblem in der Ausbildung der Nachwuchsspieler.
      Qualifizierte Trainer sind Mangelware. Gute Trainer kosten Geld. Geld das die Vereine nicht ausgeben wollen oder können.
      Ohne fundierte, fachliche und pädagogische Ausbildung der Trainer kann und wird es nicht funktionieren.
      Und wenn ich nun mal kein Geld habe dann muss ich entweder kleinere Brötchen backen -
      sprich meine Ansprüche reduzieren - oder aber andere Wege gehen.
      Ein Beispiel ist sicherlich Bad Tölz. Kleiner Verein – Super Nachwuchs und das seit Jahren
    • Sicher ist, dass es nicht DIE eine Entscheidung oder Veränderung gibt, nach der alles super ist. So wie man durch das Verstecken von Eishockey im PayTV eine ganze Zuschauergeneration verloren hat seit dem DEL/Premiere-Deal, hat man in der gleichen Zeit insgesamt auch wenig für den Sport und den Nachwuchs an sich getan. Zumindest wenig, was für Verbesserungen sorgt. Ich fürchte, dass es fast genauso lange dauern kann, bis man den Schaden wieder gutgemacht hat. Aber den Anfang dafür muss man eben machen. Guten Nachwuchs kann man nicht über Nacht herbei entscheiden, aber den vorhandenen kann man mit der einen oder anderen Entscheidung besser fördern.
      Hier könnte meine Signatur stehen.
    • Ich denke auch, mit das grösste Problem ist der Stellenwert von Eishockey in der Öffentlichkeit.
      Wenn man bei einer WM die Ergebnisse regelrecht suchen muß während mit Fußball von der 1.Liga bis zum Nachbar-Dorfverein die halbe Zeitung gefüllt ist, braucht man sich auch nicht zu wundern wenn wenig Jugendliche Bock drauf haben mit Eishockey zu beginnen.
      Man muss nur mal überlegen wieviele Nationalspieler aus Kleinstädten wie Kaufbeuren, Rosenheim , Landshut, Garmisch, Füssen oder Bad Tölz hervorgingen und das ist dann eine Auswahl die aus etwas über 200.000 Einwohnern stammt.
      Umso bitterer ist es dann wenn manche Einwohner- und Finanzstarke " Eishockeyhochburgen" keine vernünftige Nachwuchsarbeit anbieten.